Die Familien der Initiative

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Familie Kumpf-Rottleuthner:

Wir wohnen in Gaaden bei Mödling und haben einen 14-jährigen Sohn namens Tim.

Imat ist am 1.1. 2017 18 Jahre alt geworden und wohnt seit April 2016 bei uns. Er besucht seit September 2016 die erste Klasse der vierjährigen Fachschule für Elektrotechnik in der HTL Mödling und er schlägt sich überraschend gut. Er hat gute Chancen in die zweite Klasse aufzusteigen, was eine echte Sensation wäre, wenn man weiß, dass er erst seit zwei Jahren in Österreich ist und damals kein Wort Englisch und Deutsch konnte. Er bemüht sich wirklich sehr, lernt ununterbrochen und hat sich ein schönes Netzwerk an Bekannten und Freunden um unsere Familie aufgebaut. Er hat Menschen, die mit ihm lernen, Sport machen und über die er sich in die österreichische Gesellschaft einfinden kann. Zum Beispiel hat er letztes Jahr an einer Initiative des Mödlinger Freibads teilgenommen, wo afghanische Jugendliche die Bademeister unterstützen und ausgleichend wirken können, wenn es zu Missverständnissen kommt. Das wird er dieses Jahr im Sommer wieder machen.

Er hilft im Haushalt mit und ist überhaupt sehr hilfsbereit. Auch in unserer Nachbarschaft hat er sich gut eingelebt.

Imat:
Seit einem Jahr wohne ich hier. Ich fühle mich hier wohl. Ich habe mich jetzt an sie gewöhnt. Ich mag meine Familie. Sie sind wirklich nett und verständnisvoll. Ich mag den Tim und mache immer mit ihm Scherze.

Tim:
Der Imat ist eine sehr nette Person, er hilft viel im Haushalt und es ist immer echt lustig. Zum Beispiel spielen wir sehr oft mit einem Katzenspielzeug Fußball und probieren uns eine Wurzen zu schieben. Er hat auch einen sehr netten Freund, der oft zu uns kommt, den Noor Ahmad. Er hat letztens für uns gekocht und das hat echt gut geschmeckt, aber es war unfassbar scharf. Es wäre echt schade, wenn er nicht mehr bei uns wohnen würde.

Martina:
Bei unserem Treffen im Februar letztes Jahr habe ich nach einer Stunde gewusst, dass Imat zu uns passt. Und als Tim dann am selben Abend gesagt hat „Jetzt habe ich auch einen Bruder“, war alles besprochen. Imat und ich haben gute und nicht so gute Zeiten. Das Wichtigste ist: Wir können über alles reden. Das „Unter einem Dach Leben“ wird immer einfacher und schöner.

Heinz:
Ich mag Imat und ich bin sehr froh, dass er da ist. Er ist ein großer Bruder für Tim und die beiden haben wirklich viel Spaß. Alle Familienmitglieder werden durch seine Anwesenheit zu einer anderen Aufmerksamkeit aufgefordert, weil sich in vielen Lebensbereichen – vom Essen bis zur Religion - auswirkt, dass er von so weit her kommt. Für mich ist es sehr spannend, sehr schön und auch intensiv und anstrengend mich darauf einzulassen. Ich bewundere Imats Zielstrebigkeit und Konsequenz in der Schule, beim Deutschlernen, beim Sport, dass er so schnell verstanden hat seine Möglichkeiten hier zu nutzen und ich bin mir nicht sicher, ob ich das mit seiner Geschichte auch so könnte.

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