Die Familien der Initiative

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Familie Flachberger:

Familie Flachberger
Familie Flachberger

"I am sixteen - what I need is a familiy!"

Diese Worte aus dem Mund eines sechzehnjährigen Burschen haben uns bewegt, unser Haus und unsere Familie zu öffnen. Seit Februar 2016 leben nun Mohammad und Ebrar bei uns gemeinsam mit unseren drei Kindern Johannes (16), Jakob (19) und Hannah (21).

Wir haben gesehen, wie heimatlos und entwurzelt unbegleitete Minderjährige sind, die bei uns in Österreich ankommen. Sie werden als Nummer registriert und von Lager zu Lager geschoben: Von Traiskirchen in eine aufgelassene Baumaxhalle am Ortsrand in Leoben und weiter in ein aufgelassenes Hotel am Semmering usw. Immer wieder werden Sie von ihren Freunden getrennt. Zur gleichen Zeit hat Papst Franziskus das "Jahr der Barmherzigkeit" ausgerufen. Für uns war klar: Jetzt geht es darum, zu handeln und nicht bloß zu reden.

Für uns als Familie war dieser Schritt natürlich mit Gefühlen der Unsicherheit und mit verschiedenen Ängsten verbunden. Kurz nachdem Ebrar und Mohammad bei uns eingezogen waren, kam im Gespräch die Erkenntnis: Auch unsere Gastkinder haben Unsicherheiten und Ängste - und zwar größere als wir. Die erste positive Erfahrung für uns: Wenn es gelingt, Ängste zu überwinden, kann Vertrauen und Beziehung entstehen. Und dafür braucht es am Anfang ein bisschen Mut.

Nun sind Mohammand und Ebrar seit mehr als einem Jahr bei uns, haben Deutsch gelernt und viel über das Leben in Österreich erfahren. Sie gehen in die Schule (wenn auch mit Schwierigkeiten) und wir führen oft lange und interessante Gespräche über Gott und die Welt, über Diktatur und Demokratie, über Recht und Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und viele andere Themen, die uns heute bewegen.

Wir sehen das sehr positiv und trotzdem ist damit die Integration noch lange nicht abgeschlossen. Mohammed und Ebrar müssen Ihren Weg erst finden: Noch ist nicht klar, ob sie bleiben dürfen, noch gibt es viel zu viele Misserfolge in der Schule. So können wir heute sagen: Integration erfordert Zuwendung und Mühe. Wir glauben, dass es diese Mühe wert ist - und - wo kann diese besser geschehen, als in einer Familie?

Martina und Christian Flachberger

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